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Der Bikini - Beginn eines neuen Zeitalters
Heute ist der Bikini kaum noch weg zu denken, er ist ein fester Bestandteil fast jeder Frau geworden. Man kann sich kaum vorstellen, dass dieses Kleidungsstück einst hart um kämpft wurden ist.
Wer wieß eigentlich, wie und wann der Bikini, dieses Nichts von Bekleidungsstück, das Licht der Welt erblickte?
Anfänge des Bikinis - aller Anfang ist schwer
350 n. Chr., in der Antike, gab es Zweiteiler die dem heutigem Bikini sehr ähnlich waren. Alte Mosaiken aus Sizilien und selbst auf Porzellan, wie Tassen und Ähnlichem bewiesen, das schon die Römerinnen knappe Dreieckshosen und Busenband trugen. Fraglich ist, ob diese Abbildungen den Erfinder des modernen Bikinis inspiriert hat.
Im 20. Jahrhundert mussten Frauen in Röcken, Blusen und Strümpfen baden gehen, welche im nassen Zustand mehrere Kilo wogen. Wegen eines leichten Zweiteilers namens „Palm-Beach-Kombination“ erlässt 1932 das preußische Innenministerium den „Zwickelerlass“, welches das prüde Badebekleidungs-Gesetz vorschrieb.
Doch der moderne Bikini entstand wie viele andere Sinnlichkeiten in Frankreich. 1946 entwarf der Maschinenbauingenieur Louis Réard den kleinsten Badeanzug der Welt und begann damit den Bikini populär zu machen. Jedoch kann Louis Réard zur Premiere im Pariser Schwimmbad „Molitor“ keinen überzeugen, zwei Stofffetzen und Schnurhöschen aus Fallschirmseide vorzuführen, da der Mehrheit die Stofffetzen zu skandalös erschienen und zu viel Haut zeigten. Die Revuetänzerin Micheline Bernardini präsentierte schließlich den Stofffetzen. Die Vorstellung des Bikinis war eine gut kalkulierte PR-Maßnahme für Louis Réard und er erzielte damit sehr viel Aufsehen. Réard benannte seinen Entwurf nach dem „Land der Kokosnüsse“, welches bei Nukleartests der USA zerstört wurde. Doch „Le Bikini“ machte die größeren Schlagzeilen und Micheline Bernardini erhielt tausende Liebesbriefe. Louis Réard ließ sich den Namen „Bikini“ patentieren, was jedoch keinen großen wirtschaftlichen Erfolg brachte.
Wandel des Bikinis - die Zeiten ändern sich
Massentauglich wurde der Bikini aber noch nicht. Länder wie Spanien und Italien, die katholisch sind, sahen den Bikini als unmoralisch und verboten ihn. In Rio de Janeiro wurde ein Anti-Bikini Verein ins Leben gerufen und in den USA war der Bikini absolut verpöt.
Erst Mitte der 50er-Jahre bricht Brigitte Bardot das Tabu, als sie beim Filmfestival am Strand von Cannes (Frankreich) im geblümten Bikini posierte.
Der Bikini bedeutet Verführung, Freiheit und Spaß - ein Zeichen für die Selbstverwirklichung junger Frauen.
1962 sorgte der Bikini für Aufsehen und erhielt seinen Ritterschlag in dem Bond-Film „James Bond - 007 jagt Dr. No“. Als die Agenten-Gespielin Ursula Andress in einem elfenbeinfarbenen Bikini aus dem Meer entsteigt.
Langsam setzten sich die Bikinis, nicht zuletzt, aber auch, durch die Veränderung der Moralvorstellung durch. Der Bikini eignete sich ganz besonders gut zum Ausdruck für Protesthalterungen gegen konservative Wertmaßstäbe. Sexy Bikinis waren ab diesem Zeitpunkt in Strand- und Bademoden anerkannt und fanden immer mehr Anhänger. Sogar in der Zeit der Handarbeitswelle wurden selbst genähte, gestrickte, gehäkelte und verzierte Bikini-Modelle entwurfen.
Neuzeit des Bikinis - alle Wege sind offen
Ein neuer Karriereweg ist erschaffen, der des Bikini-Girls wie Marilyn Monroe, Raquel Welch, Heidi Klum - die Liste der Bikini-Girls ist lang. Bis heute gibt es kein wirksameres PR-Instrument als im Zweiteiler oder Oben ohne zu posieren.
In der Welt des Bikinis gibt es immer mehr unterschiedliche Modeströmungen. So werden in den USA und Lateinamerika die Microkinis immer beliebter und für die muslimische Bevölkerung in den westlichen Ländern werden sogenannte Burkinis entworfen.
Heute ist der Bikini nicht mehr unmoralisch, sondern chic und fast jede Frau möchte einen Bikini besitzen. Die Modewelt ist zwar für manche Bekleidung sehr kurzlebig, aber der verführerische Bikini hat sich seinen festen Platz in der Strandmode gesichert.
So beginnt die Erfolgsgeschichte und der Aufstieg des einst verhöhnten Bikinis, der heute an allen Stränden und Seen der Welt zu Hause ist.
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